Die aktuellen Beschlüsse zur Verlängerung des Corona-Lockdowns mindestens bis zum 14. Februar haben auch bei der heimischen Wirtschaft für Enttäuschung gesorgt. Die Wirtschaftsjunioren Paderborn+Höxter und der Wirtschaftsclub warten weiterhin auf einen nachhaltigen Plan zur Bewältigung der Pandemie und der Folgen.

Keine verbindlichen Aussagen, keine Richtlinien, kein Plan

„Dass am Anfang einer Pandemie viele Fragen nicht beantwortet werden können, ist verständlich. Nun, fast ein Jahr später, ist es das nicht mehr. Zumal schon im Oktober absehbar war, dass ein Plan für den Winter dringend notwendig ist, um die Unsicherheit in den Unternehmen nicht noch weiter zu vergrößern.“, sagt Kevin Taron, Vorsitzender der Wirtschaftsjunioren Paderborn+Höxter. Genau diese Unsicherheit, gepaart mit großen Existenz- und Zukunftsängsten herrsche aber weiterhin vor, weil die Politik immer noch nur auf Sicht fahre. Einen Plan, wie die Öffnung nach dem Lockdown aussehen soll, gibt es bislang nicht. „Es gibt keine verbindlichen Aussagen seitens der Politik und keine Richtlinien, auf die sich Unternehmen verlassen können. Wo bleibt der schnelle Ausbau der wichtigen digitalen Infrastruktur? Wenn sich Gastronomie und Einzelhandel auch mit dem Einsatz von viel Geld coronakonform aufstellen und auf die Maskenpflicht achten, dann müssen sie die Sicherheit haben, dass es so für sie weitergehen kann. Stattdessen floriert der Onlinehandel und die Innenstädte bluten aus. Die Politik lässt den lokalen Handel im Stich“, sagt Taron.

In allen Bereichen am Scheideweg

Die Wirtschaft stehe in nahezu allen Bereichen am Scheideweg. „Das spüren mittlerweile auch Unternehmen, die bislang noch nicht so stark von der Krise betroffen waren. Die Spirale dreht sich immer schneller nach unten“, betont Thomas Sprehe, Vorsitzender des Wirtschaftsclubs. Die heimische Wirtschaft sieht auch die aktuellen Ankündigungen von Arbeitsminister Hubertus Heil zum Thema Homeoffice kritisch: „Das Vertrauen in die Unternehmerinnen und Unternehmer könnte seitens der Politik größer sein. Die Politik sollte ihre Energie in wichtigere Themen stecken, denn die Wirtschaft bemüht sich schon sehr lange um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Die angedachten Regelungen führen nur zu mehr Bürokratie.“

Foto: Thomas Sprehe (l.) und Kevin Taron. Das Bild entstand vor der Coronapandemie.


Weitere Neuigkeiten

DSC 0489 1
21. Februar 2024

Aschermittwochs-Fischessen bei der Sparkasse Paderborn-Detmold-Höxter

Zukunft und Tradition. Beim jährlichen Aschermittwochs-Fischessen der Wirtschaftsjunioren Paderborn-Höxter, das nun wieder auf Einladung ihres Goldpartners Sparkasse Paderborn-Detmold-Höxter im Beratungs-Center in der Hathumarstraße stattfand, passen beide Themenbereiche perfekt zusammen. Auf dem Gelände der ehemaligen Barker Barracks einen der modernsten Stadtteil Europas entwickeln Tradition, weil das Aschermittwochs-Fischessen schon seit Jahren ein fester Programmpunkt im Kalender der […]

WJD Statement gegen Ausgrenung 16x9 Kachel
30. Januar 2024

Junge Führungskräfte warnen: Rassismus ist Gefahr für Zukunft der deutschen Wirtschaft

Der Verband der Wirtschaftsjunioren Deutschland warnt vor den Folgen von Rassismus und Ausgrenzung für die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Deutschland. Der Verband ist bundesweit das größte Business-Netzwerk junger Menschen. „Rassismus und Ausgrenzung sind eine Gefahr für unsere Demokratie und die Zukunft des Wirtschaftsstandorts Deutschland“, sagt die WJD-Bundesvorsitzende Simone Rechel. „Deutschland konkurriert heute um die klügsten Köpfe […]

Jahresempfang Wirtschaftsjunioren 2024
22. Januar 2024

Jahresempfang: Optimistischen Blick in die Zukunft behalten

Vorangehen und trotz aller Herausforderungen optimistisch nach vorne schauen. Das Motto des Jahresempfangs der Wirtschaftsjunioren und des Wirtschaftsclubs Paderborn+Höxter war gleichzeitig als Appell an die Anwesenden zu verstehen. Organisiert hatte die Veranstaltung im Paderborner Hotel Vivendi das WJ-Ressort Kultur & Geselliges. „Gerade wir sind als Stimme der jungen Wirtschaft gefordert, nicht in die so präsenten […]