Neu und besser aufstellen – Videokonferenz mit Dr. Carsten Linnemann

Zeiten, wie die Coronapandemie sind stets ein Brennglas auf die Situation der Wirtschaft in Deutschland. Die Wirtschaftsjunioren Paderborn+Höxter erhielten nun per Videokonferenz mit dem heimischen Bundestagsabgeordneten Dr. Carsten Linnemann einen exklusiven Einblick.

Der Konsum wird nach der Krise wieder deutlich anziehen

„Uns ist der Austausch mit der Politik nicht nur in Krisenzeiten sehr wichtig. Daher freuen wir uns, dass sich Carsten Linnemann die Zeit für uns genommen hat“, so Raphael Rosenstein, Leiter des WJ-Ressorts „Zukunft und Politik“, das die Veranstaltung organisiert hat. Linnemann, der Vorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsunion der CDU/CSU und stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion ist, zeigte sich in dem regen Austausch überzeugt davon, dass der Konsum nach der Krise wieder deutlich anziehen werde: „Wichtig ist, dass wir diese Welle dann positiv mitnehmen und durch sinnvolle Maßnahmen begleiten. Das kann auch die Entscheidung sein, den öffentlichen Personennahverkehr an den Wochenenden kostenlos anzubieten.“ Bei der Elektromobilität zeigte sich Linnemann zwiegespalten: „Für große Städte ist das sehr interessant. Die Landbevölkerung profitiert davon aufgrund der fehlenden Infrastruktur aber noch nicht.“ Grundsätzlich habe Corona gezeigt, was alles nicht gut gelaufen sei in der Vergangenheit.

Genau hinschauen und neu und besser aufstellen

Laut Linnemann besteht jetzt „die Chance, genau hinzuschauen und uns in Teilen auch neu und besser aufzustellen.“ So würden Genehmigungsverfahren in vielen Bereichen zu lange dauern, die Bürokratie sei insgesamt zu oft eine Bremse und Deutschland scheue immer noch das Risiko, Themen anzupacken und zu entwickeln. Ebenso müsste die Datenschutzgrundverordnung nochmals neu durchdacht werden. Nicht, weil das Gesetz an sich schlecht sei, aber eben dessen Auslegung. „Beim Thema Technologien haben wir große Chancen, um Europa wieder nach vorne zu bringen. Wir müssen jetzt einfach anfangen, nicht nur Ziele zu formulieren, sondern diese dann kontinuierlich abarbeiten“, so Linnemann. Mit Blick auf die aktuelle Rohstoffkrise analysierte der 43-Jährige: „Im Moment kommt viel zusammen. Beim Holz etwa Dürresommer, Borkenkäfer und die steigende inländische Nachfrage aufgrund des Trends zum klimafreundlichen Bauen mit Holz. Große Handelsstreitigkeiten kommen hinzu. Das Wirtschaftsministerium prüft, was die Politik tun kann, aber es gibt nicht das eine Patentrezept. Schließlich geht es um Marktreaktionen.“

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Dr. Carsten Linnemann beantwortete zahlreiche Fragen der Wirtschaftsjunioren Paderborn+Höxter. 


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