Im Rahmen einer besonderen Veranstaltung erhielten die Wirtschaftsjunioren gemeinsam mit Mitgliedern des Wirtschaftsclubs Paderborn+Höxter einen exklusiven Einblick in die Entwicklung des Zukunftsquartiers Paderborn. Auf dem rund 54 Hektar großen Gelände der früheren „Barker-Kaserne“ an der Driburger Straße informierten sich die Teilnehmer über eines der größten und bedeutendsten Stadtentwicklungsprojekte der Stadt Paderborn.
Lars-Christian Lange, Geschäftsführer der Zukunftsquartier Entwicklungsgesellschaft mbH (ZQE), stellte die bisherigen Entwicklungsschritte des Projekts detailliert vor. Von der Rückgabe des Areals durch die britischen Streitkräfte über den Ankauf durch die Stadt Paderborn von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) bis hin zur Erstellung des innovativen Masterplans und den aktuell laufenden Entkernungs-, Schadstoffsanierungs- und Rückbauarbeiten wurde die Entwicklung des Areals anschaulich dargestellt. Das Zukunftsquartier soll in den kommenden Jahrzehnten als neuer Stadtteil mit hoher Lebensqualität, innovativen Arbeitsformen, nachhaltiger Mobilität und klimaresilienten Strukturen entstehen.
Besonders beeindruckt zeigten sich die Teilnehmer von der Leitidee einer „produktiven Stadt“, die Wohnen, Arbeiten, Wissenschaft, Innovation, urbane Produktion und Gemeinschaft auf einzigartige Weise miteinander verbinden soll. Der Masterplan sieht dabei ein Quartier vor, das als Reallabor für digitale Innovationen, nachhaltige Energiekonzepte, moderne Mobilitätsformen und zirkuläres Bauen dienen kann. Gleichzeitig soll das Zukunftsquartier Raum für mehrere tausend Einwohnerinnen und Einwohner bieten und als Modell für eine klimaresiliente und anpassungsfähige Stadtentwicklung fungieren.
Ergänzend berichtete der kommissarische Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Paderborn, Jürgen Janke, über die wirtschaftlichen Perspektiven des neuen Quartiers. Neben neuen Wohnformen in Bestandsgebäuden stehen insbesondere Flächen für Start-ups, technologieorientierte Unternehmen und Spin-offs aus Bestandsunternehmen im Fokus und sollen über ein in Planung befindliches Gebäude und gezielte Angebote am Standort besonders gefördert, vernetzt und verankert werden. Durch die unmittelbare Nähe zum Start-up Campus OWL ergeben sich hervorragende Voraussetzungen für Innovation, Wissenstransfer und Unternehmensgründungen.
Die Teilnehmer waren sich einig, dass das Zukunftsquartier ein außergewöhnliches Potenzial für die zukünftige Entwicklung Paderborns besitzt. Mit seiner Größe, seinem innovativen Ansatz und seiner strategischen Bedeutung könnte das Projekt weit über die Region Ostwestfalen-Lippe hinaus Strahlkraft entwickeln und bundesweit als Vorbild moderner Stadtentwicklung wahrgenommen werden.
Stellvertretend für das Ressort „Zukunft & Politik“ bedankte sich Michael Kubat herzlich bei Lars-Christian Lange und Jürgen Janke für die umfassenden und praxisnahen Einblicke. Er würdigte das hohe Engagement aller Beteiligten und wünschte den Verantwortlichen für die kommenden Entwicklungsschritte weiterhin eine glückliche Hand und die notwendige Weitsicht, um die zahlreichen Herausforderungen dieses einzigartigen Zukunftsprojekts im Sinne der Stadt Paderborn erfolgreich zu gestalten.